|
|
|
|
|
|
Übung in der Dunkelheit: Mehr als 130 Einsatzkräfte suchen in Bad Essen Vermisste
Text u. Fotos von Björn Raube
Angenommen, es werden gleich zehn Personen bei bald einsetzender Dämmerung im Wald vermisst: Wie ist die Vorgehensweise der Rettungskräfte? Dies probten am Dienstagabend 132 Einsatzkräfte aus Feuerwehr, DRK und DLRG. Dabei lief nicht alles reibungslos ab. Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben in Bad Essen für den Ernstfall einer Vermisstensuche geübt. 132 Einsatzkräfte waren dabei. Zunächst wurde um 18.06 Uhr die Gruppe des Einsatzleitwagens (ELW) der Gemeinde Bad Essen alarmiert. Diese bereitete sich auf die weitere Einteilung und Koordinierung vor Ort vor und sammelte erste Informationen über die Vermissten. In diesem Fall wurden zehn Jugendliche nach einem Ausflug vermisst. Etwa eine Viertelstunde später wurde ein zweiter ELW aus Lintorf alarmiert. Dieser diente dazu, die alarmierten Einsatzkräfte entsprechend an der Meller Straße auf dem Essenerberg aufzunehmen und sie dann zum ursprünglich alarmierten ELW weiterzuleiten. Der stand nämlich mitten im Wald und es „ist passiert, was nicht passieren soll“ stellte Volker Hausfeld, stellvertretender Gemeindebrandmeister, fest. Es sollten nämlich nicht alle der über 30 Fahrzeuge in einer einzig langen Schlange stehen. Trotz Wegbeschreibung und richtungsweisenden Pylonen an Abzweigungen war die Orientierung anscheinend unzureichend. So kamen die Einsatzkräfte zunächst an einem Hof an und mussten dann noch eine Schleife fahren. Einsatzleiter Jens Wischmeyer später in der Nachbesprechung: „Dadurch ist sicher eine halbe bis Dreiviertelstunde verloren gegangen, um die Einsatzkräfte in ihre Abschnitte einzuteilen.“ Aus diesem Grund wurden die Wehren Bad Essen-Eielstädt-Wittlage, Lintorf, Wehrendorf sowie die Alarmeinheiten Harpenfeld-Lockhausen und Hüsede-Barkhausen-Linne zusammen mit dem DRK und der DLRG alarmiert. „Hallo? Ist da jemand?“, hörte man am ELW aus dem dunklen Wald entfernt rufen. Es wurde simuliert, dass die Vermissten weder Handyempfang noch einen geladenen Akku hatten. Es war mittlerweile 19.52 Uhr und stockfinster. An einem Gewässer fanden die Feuerwehr Wehrendorf und die DLRG mit ihren zwei Booten schließlich vier Menschen. Aufgrund der Dunkelheit war auch das DRK mit zwei Drohnen dabei. Gegen 20.08 Uhr wurde eine weitere vermisste Person gefunden. Um 20.21 Uhr meldete Abschnitt eins schließlich, die restlichen Jugendlichen gefunden zu haben. Einsatzleiter Wischmeyer überzeugte sich selbst davon, dass es tatsächlich die zehn Vermissten sind. „Nicht, dass wir nachher wirklich noch eine vermisste Person haben“, scherzte jemand. Per Funk wurde schließlich das Übungsende mitgeteilt. Insgesamt verlief die Alarmübung gut, insbesondere die taktische Suche durch mehrere Einsatzabschnitte. Mal eine andere Übung – ohne Feuersimulation oder technische Hilfeleistung.
|
|
|
|
Text und Fotos:
|
|
|
|
|
|
|
|
nach oben
|
|
|
|
copyright © 1997 FF Wehrendorf by D. Natemeyer
|
|
|
|
|